Ich weiß genau, wovon ich spreche. Noch in meine zweiten Schwangerschaft musste ich meinen Pesonalausweis neu beantragen.
Ich brauchte also neue Fotos und ging ins Fotostudio. Ich weiß noch, dass ich ziemlich optimistisch gestimmt war. Zwar mochte ich es nicht Passfotos zu machen, aber ich fand, dass ich an dem Tag ganz gut aussah. Ich setzte mich also auf den Stuhl und die Fotografin machte ein paar Schüsse und zeigte mir gleich die Fotos von mir. Ich weiß noch wie ich irritiert auf die Kamera schaute und erschreckt war, wie klein meine Augen aussahen.
Ich hatte schon immer Schlupflider, aber fand sie auch eigentlich nie schlimm, daher wusste ich aber, dass ich versuchen musste meine Augen groß aufzumachen. Aber auf dem Foto waren meine Augen klein, obwohl ich sie aufgerissen hatte… Ich sah irgendwie komisch aus und auch irgendwie alt. Ich nickte die Fotos ab, ich wusste ja, dass es nicht besser werden würde.
Mittlerweile muss ich immer schmunzeln, wenn ich meinen Personalausweis zeigen muss. Denn die Person auf dem Foto sieht ganz anders aus. Mein Lymphdrainage, die myofaszialen Gesichtsmassagen und das Gesichtstraining, haben mir (zum Glück) ein ganz anderes Gesicht gezaubert.
Was sind Schlupflider überhaupt?
Schlupflider entstehen, wenn die Haut über dem beweglichen Augenlid erschlafft und nach unten hängt. Dadurch verschwindet das obere Lid teilweise oder komplett – der Blick wirkt schwer, müde oder sogar traurig.
Manche Menschen haben sie von Natur aus, bei anderen entstehen sie im Laufe der Jahre – meist durch Elastizitätsverlust, Lymphstau, Verspannungen oder muskuläre Dysbalancen.
Anatomie der Schlupflider – was im Gesicht wirklich passiert
Damit du verstehst, warum sich Schlupflider bilden, schauen wir kurz unter die Haut:
Die obere Augenpartie besteht aus mehreren Schichten:
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Haut: Sie ist hier besonders dünn und empfindlich.
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Unterhautgewebe & Lymphsystem: Verantwortlich für Entgiftung und Flüssigkeitsabtransport.
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Muskeln: Vor allem der Musculus orbicularis oculi (Augenringmuskel) und der Musculus frontalis (Stirnheber), aber auch der Muculus temporalis (Schläfenmuskel) sowie der Musculus trapezius (Trapezenmuskel) spielen eine entscheidende Rolle.
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Faszien & Bindegewebe: Sie verbinden und stützen alles – werden sie verklebt oder verlieren Spannung, sackt das Gewebe ab.
Wenn der Stirnheber schwach wird, der Augenringmuskel überaktiv ist und die Faszien verkleben, zieht sich die obere Augenpartie nach unten – und voilà: das Schlupflid ist da.
Ursachen von Schlupflidern
Schlupflider können viele Gründe haben – und oft wirken mehrere Faktoren gleichzeitig:
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Genetik: Manche Familien neigen schlicht dazu, eine tiefere Lidfalte oder schwerere Lider zu haben.
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Faszienverklebungen: Durch zu viel Bildschirmzeit, Stirnrunzeln oder Stress verhärtet das Gewebe.
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Lymphstau: Wenn die Lymphe rund ums Auge nicht richtig fließt, wirkt alles geschwollen und müde.
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Muskelungleichgewicht: Überaktive Stirn- oder Augenmuskeln ziehen die Lider nach unten, während die Hebemuskeln kaum noch arbeiten.
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Schwaches Bindegewebe & Hautalterung: Der natürliche Kollagen- und Elastinabbau lässt die Haut dünner und schlaffer werden.
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Schlafmangel, Zucker, UV-Strahlung & Stress: All das beschleunigt die Hautalterung zusätzlich.
Schlupflider im Alter – warum sie mit den Jahren zunehmen
Mit zunehmendem Alter verliert die Haut Feuchtigkeit, Elastin und Kollagen – das Stützgerüst schwächt sich ab. Gleichzeitig wird die Muskulatur rund um die Augen weniger aktiv, während der Augenringmuskel oft überarbeitet ist (z. B. durch ständiges Blinzeln am Bildschirm).
Das führt dazu, dass die Haut nicht mehr genug Spannung nach oben bekommt – und die Schwerkraft übernimmt. Besonders Frauen zwischen 35 und 50 bemerken dann, dass die Augen kleiner wirken oder Make-up sich in der Lidfalte sammelt.
Die gute Nachricht: Genau hier setzt natürliche Gesichtspflege von innen & außen an – durch gezieltes Muskeltraining, Massage und Lymphaktivierung kannst du diesen Prozess sichtbar bremsen und sogar umkehren.
Warum du keine OP brauchst (wenn du weißt, wie’s richtig geht)
Viele denken sofort an eine Lidstraffung oder Botox. Aber das Problem liegt meist nicht an der Haut allein, sondern an der Muskulatur und den Faszien. Das betrifft also nicht nur die Muskeln und Faszien um deine Augen herum, sondern hängt sogar mit allen Faszien und Muskeln in deinem ganzen Körper zusammen.
Botox führt sogar langfristig zu hängenderen Liedern, da durch das Botox die Augenmuskulatur erschlafft und anschließend das Lid mehr nachgibt und weiter hängt.
Wenn du Verpannungen oder beispielsweise eine Beckenschiefstand hast kann sich das auf deine Augenpartie, aber generell auf dein ganzen Gesicht auswirken und du wirkst deutlich älter.
Vor allem als frischgebackene Mama neigt man zu NAcken- und Schulterverspannungen. Ich weiß wovon ich rede, da ich meine kleine Tochter mit fast zwei Jahren noch immer stille und dadurch regelmäßig Nackenverspannungen habe.
Wenn du diese trainierst, entspannst und den Lymphfluss anregst, kannst du dein Auge sichtbar liften – ganz ohne Eingriff.
3 natürliche Wege, um Schlupflider loszuwerden
1. Face Yoga: Aktiviere deinen Hebemuskel
Der wichtigste Muskel hier ist der M. frontalis – dein Stirnheber. Wenn du ihn gezielt trainierst, hebst du dein Oberlid mit an.
Übung:
Forme mit deinen Fingern eine Art „Augenrahmen“:
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Lege Zeige- und Mittelfinger über deine Augenbrauen.
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Hebe die Augenbrauen leicht an, ohne die Stirn zu verkrampfen.
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Halte diesen Zug und schließe dann langsam die Augen, bis du eine Spannung am Oberlid spürst.
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Halte 5 Sekunden, entspanne, wiederhole 10 Mal.
Diese Übung öffnet deinen Blick, stärkt den Muskel und strafft die Partie sichtbar – du wirst den Unterschied nach wenigen Tagen merken.
2. Myofasziale Massage gegen Spannungen
Viele Schlupflider kommen von überaktiven Stirnmuskeln. Wenn du ständig die Stirn runzelst, ziehen die Faszien dein Lid regelrecht nach unten.
So geht’s:
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Erwärme deine Finger mit etwas Gesichtsöl (z. B. Squalan oder Jojobaöl).
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Streiche mit den Fingerkuppen langsam über die Stirn – von der Mitte nach außen.
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Arbeite sanft in kleinen Kreisen entlang der Augenbrauen.
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Danach klopfe mit den Fingerspitzen sanft um die Augen herum (Lymphaktivierung!).
Diese Technik löst die Spannung und lässt die Augen sofort wacher wirken.
3. Lymphdrainage für den offenen Blick
Oft ist der Bereich oberhalb der Augen aufgeschwemmt, weil Lymphe stagniert. Eine tägliche Mini-Lymphmassage kann hier Wunder wirken.
Beispiel:
Stell dir vor, du stehst morgens vorm Spiegel, noch leicht verschlafen. Statt direkt Concealer aufzutragen, machst du Folgendes:
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Lege deine Zeigefinger an die Nasenwurzel, knapp unter den Augenbrauen.
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Streiche langsam mit sanftem Druck entlang der Brauen nach außen und dann unter dem Auge zurück zur Nase.
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Wiederhole das 5–6 Mal.
Nach 2–3 Minuten wirkt dein Blick offener, frischer – fast wie nach 8 Stunden Schlaf.
Mein persönliches Beispiel
Ich hatte früher selbst starke Schlupflider, vor allem nach langen (Still-)Nächten (Danke, Baby!). Ich konnte mein bewegliches Lid kaum noch sehen. Nach nur 3 Monaten täglichem myofaszialen Gesichtsmassagen (nicht nur an den Augen) war mein Blick deutlich offener. Meine Augenbrauen standen höher, und ich sah endlich wieder wach aus – ganz ohne Make-up-Tricks.
Und das Beste: Je länger ich dranblieb, desto mehr verschwand dieser müde Blick. Heute sehe ich auf alten Fotos kaum noch ich selbst aus – und das im besten Sinne!

Fazit: Du kannst deine Augen wirklich liften – natürlich!
Schlupflider sind kein Schicksal. Wenn du die Faszien entspannst und an die richtigen Stellen bringst und deine Lymphe in Bewegung bringst, kannst du deine Augenpartie nicht nur sichtbar liften, sondern auch gänzlich verändern.
In meinem Kurs LymphLift lernst du gezielte Techniken, mit denen du Schwellungen rund um die Augen reduzierst und deine Augenpartie wieder klarer und offener wirken lässt.






